Reden und reden lassen

Reden halten und Gruppen moderieren
Autor(en):
Siegfried von Kortzfleisch
Verlag:
J.F. Steinkopf Verlag GmbH
Auflage:
1
Seiten:
60
Zusammenfassung
Reden halten – manche tun es beruflich, andere bei den üblichen Gelegenheiten: runde Geburts- oder Hochzeitstage, Jubiläen oder Meetings. Fast jede/r kommt irgendwann in diese Verlegenheit, die keine sein muss. Denn die Regeln, um gut anzukommen, sind einfach: „Tritt fest auf, mach's Maul auf, hör bald auf“, so Martin Luther. Sprich zielgerecht, transparent und gewinnend. Was ist dafür zu beachten? Wie werden Fehler vermieden? Dieses Buch des Journalisten und Rhetorik-Trainers Siegfried von Kortzfleisch beantwortet solche Fragen wie in einer guten Rede. Es ist leicht verständlich und unterhaltsam formuliert. Der Autor gibt prägnant konkrete Hilfen: Wie hält man eine Rede und wie ist sie gebaut? – Wie schreibt man einen hörbaren Text? – Wie leitet man eine Gruppendiskussion? Unverzichtbare Tipps für Laien und Profis. Wer sie befolgt, wird gerne gehört. Mit einem Sonderkapitel "Reden halten von der Kanzel – Im Zentrum der religiösen Kultur" über die Kunst des Predigens.
Online:
17.01.2011
ISBN:
978-3-7984-0808-1
Verkaufspreis:
9,95 €
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (2 Bewertungen)
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Rezension Kortzfleisch: Reden und reden lassen

 Siegfried von Kortzfleisch: „Reden und Reden lassen. Ein praktischer Leitfaden“
Rezension.

„Yes, we can.“ Das ist die fröhliche Botschaft des praktischen Leitfadens „Reden und Reden lassen“ von Siegfried von Kortzfleisch. Der Leser freut sich: Reden halten kann man lernen. Das Handwerkszeug dafür stellt der Autor zur Verfügung: bildhaft, klar, unpretentiös, aufmunternd. So sollten auch Reden aufgebaut sein, empfiehlt der Journalist und Theologe: Sprich in Bildern und knappen Sätzen. Schau Dir berühmte Redner an: Kennedy, Adenauer, Obama. „Yes, we can“: Ein Satz, drei Worte – rund um die Welt wird er verstanden.

Der Leitfaden ist kurzweilig. Schon im ersten Satz stellt von Kortzfleisch den Leser gedanklich mitten hinein in den Saal, kurz vor Beginn einer Veranstaltung. Die Unruhe ebbt ab, gleich ist der Redner dran, ein beklemmender Moment. Wer kennt ihn nicht? Dann seziert der Autor die Sequenzen einer Redesituation und gibt Ratschläge. Wie fängt man an? Was soll die Botschaft sein? Wie ist sie gegliedert? Der Zuhörer soll nicht in Gedanken abschweifen. Wie also moduliert man seine Stimme? Wie stellt man sich hin? „Sprechen ist Bewegung“ sagt von Kortzfleisch und verweist auf erlernbare Regeln.

Warum liest sich der Leitfaden so leicht? Er eignet sich sogar als morgendliche Lektüre in der U-Bahn. Von Kortzfleisch spricht den Leser direkt an. Das ist das Geheimnis. Es ist zugleich ein Stilmittel. Das Büchlein, das in jede Handtasche passt, ist ein Dialog. Bald erkennt der Leser: Diese stilistische Raffinesse erzeugt Unmittelbarkeit und taugt vielleicht auch für manche gute Rede. Die praktischen Beispiele untermauert der Autor zusätzlich durch seinen Schreibstil.

Auch scheinbar einfache Fragen werden behandelt. Soll man seine Gedanken nummerieren? Warum nicht! Man kündigt drei Punkte an und das Publikum reagiert erleichtert. Tatsächlich, bemerkt der geneigte Leser, die Leserin: Allein die Nummerierung der Tipps in den Kapiteln dieses „Hand-Knigge für Redner“ zeigt psychologische Wirkung. „Zehn Punkte zum Ablauf einer Gruppendiskussion, das kann ich mir merken“ nickt er oder sie und liest weiter.

Der „Praktische Ratgeber“ ist ein Extrakt aus 55 Jahren Berufserfahrung. „Sprich immer mit Blick darauf, was für den Adressaten nützlich ist“, betont von Kortzfleisch: für den Zuhörer im Saal, für den Reporter bei einem Statement, für den Radiozuhörer. Der Rollenwechsel ist wichtig. „Das Handwerkszeug übe ich ein“ denkt der Leser unwillkürlich. Bei der nächsten Geburtstagsrede? Oder in der nächsten Predigt? Für beide Anlässe gibt der Autor handfeste Hinweise.

Zum Schluss kommt der Knall. Die Sinnfrage. „Was willst Du?“ fragt der Ratgeber den Redner. „Streichelst Du eitel Dein Ego? Führst Du vor, was Du zu bieten hast?“ Nein, sinniert der Autor, Du willst eine Botschaft vermitteln, vielleicht sogar ein bisschen über Dich hinauswachsen. Doch Du musst selbst entscheiden: „Wofür stehe ich?“ Und wir hören: Wirklich glaubhaft sind wir erst, wenn wir einen Standpunkt beziehen. Besonders bei Fragen der Ethik. „Du musst es wollen“, flüstert der Ratgeber. Und der Wink zum Schluss. „Rede frei heraus. Du wirst es gut machen.“

Cornelia Strauß

 

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